Vom VEB Funkwerk Erfurt stammt der HF-Messgenerator Typ 159. Die Messgeräte des Funkwerk Erfurt gelten als besonders zuverlässig und robust. Der hier vorgestellte Messsender funktioniert trotz seines sehr hohen Alters immer noch einwandfrei. Der Verwendungszweck des Gerätes laut Bedienungsanleitung: „Der HF- Generator liefert Hochfrequenzspannungen einstellbarer Frequenz und Amplitude, wie sie zur Prüfung, zum Abgleich von Empfängern und Bauelementen der drahtlosen Nachrichtentechnik benötigt werden. Er gestattet die Durchführung exakter Messungen. Die Ausgangsspannung kann mit dem eingebauten 400 Hz- Generator oder aus einem besonderen Generator mit beliebigen Frequenzen zwischen 20... 10 000 Hz moduliert werden. Die hauptsächlichsten Verwendungsmöglichkeiten des Gerätes sind

1. Untersuchungen und Abgleicharbeiten an Schwingkreisen.
2. Prüfung und Eichung von HF- Geräten und deren Bauelementen.
3. Durchführung von Dämpfung- und Selektionsmessungen.
4. Messung des Verstärkungsfaktors von Empfängern und Verstärkern“

Das hier fehlende Messinstrument ist ein Voltmeter, das die Ausgangsspannung und den Modulationsgrad anzeigt. Ersatz ist bereits neu beschafft und muss nur noch eingebaut werden. Die Messfrequenz lässt sich mit dem Kurbelknopf und der sehr übersichtlichen Kreisskala auf das Hz genau einstellen. Dazu dient auch noch die auf der Skalenscheibe unten sichtbare kleine Feineinstellungsskala.

wenn Sie auf die eingerahmten Bilder klicken, werden diese in voller Größe dargestellt.

Man sieht, dass dieser Messgenerator für alle anfallenden HF-Messaufgaben im Bereich von LW bis KW erfüllt, und somit bereits das Abgleichen aller vorkommenden zivilen AM-Empfänger ermöglicht.

 

 

 
Ansicht von der Seite

Gehäuseboden

eine der Griffschalen mit Griff
     

 

 

 

schlecht zu erkennen: Teil des Skalenantriebs

Chassis von hinten und von links

Chassis von rechts und von unten

     
  wenn man von hinten auf das Chassis sieht, bemerkt man den großen Kasten, auf dem oben zwei Röhren stecken. Ich hab diesen Kasten mal geöffnet, darunter finden sich diese Filter und ein gewaltiger Trommelschalter.
     
hinter der Eingangsbuchse findet sich dieses Teil

Filterblock

 
     

     

Trommelschalter

hier wurde auch noch ein alter Kellogg-Schalter eingebaut.

hier noch einmal der Ausschnitt für das Messinstrument

     

     

wie die Orgelpfeifen stehen die Röhren hier

Deckelscharnier und -Schloss. Der Deckel fehlt leider
   

 

 

 

auch findet sich dieser riesige Trafo

dagegen ist dieser richtig winzig

 

Die technischen Daten, soweit sie hier von Interesse sind, laut Bedienungsanleitung:

Frequenzbereich:

30 kHz... 30 MHz

Frequenzunsicherheit:

< ± 0,5 %

< ± 1 % im Bereich 14... 30 MHz

Verstimmungsvorrichtung:

Bereich ± 4,5 % bis 1 % von 0,1 zu 0,1 unterteilt über 1 % von 0,5 zu 0,5

HF- Klirrfaktor:

k1 = < 5 %, k2 = < 1 % bei f > 200 kHz

k1 = < 10 %, k2 = < 2 % bei f < 200 kHz

HF- Ausgangsspannung:

a) Messkabel mit 70 Ω- Anschluss: 100 mV... 1 µV, in 5 Dekaden stetig regelbar

b) an besond. Messbuchse mit etwa 15... 250 Ω Innenwiderstand: etwa 0,1... 1 V

Eigenmodulation:

400 Hz ± 5 %

NF- Klirrfaktor des eingebauten Tongenerators:

< 3 %

Modulationsklirrfaktor:

< 8 % bei 50 % Mod.

Modulationsgrad:

0... 80 % stetig regelbar bzw. 0... 50 % im Bereich 7... 30 MHz

Stromversorgung:

Netzanschluss 50 Hz – 220 und 120 V ~ umschaltbar

die Anschlussschnur ist fest mit dem Gerät verbunden

Stromaufnahme:

etwa 380 mA bei 220 V

etwa 680 mA bei 120 V

Abmessungen (B x H x T):

550 x 430 x 330 mm

Gewicht:

etwa 32 kg

Gehäuse:

Aluminium, tragbar, leider fehlt der Deckel

Abstimmung:

mittels Drehko

Skala:

Kreisskala 360°

Baujahr:

1958

Kühlung:

Konvektionskühlung

Verdrahtung:

konventionell

 

Röhrenbestückung:

EF 12

 

2x EF 14

EBF 11

StR 85/10

Stabilisator

StR 280/80

Stabilisator

AZ 12

Netzgleichrichter

 

 

 

 

 

 

 

 

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